Oel                       
Mit den Marken Dynolite und Millers Oil führen wir die bekanntesten Marken im Oldtimer-Bereich. Millers Oil englischen Ursprungs und Dynolite aus Frankreich decken die Bedürfnisse optimal und vollständig ab. Es gibt ein paar Grundregeln wie man sich schnell als nicht geübter Fachmann die richtigen Motorenoele bestimmen kann. Benützen Sie die Oel-Suche zum finden des richtigen Oel und bestellen Sie anschliessend im Shop. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, senden Sie uns eine E-Mail.

Motorenöle bestehen Grundsätzlich aus 2 Kategorien: Einbereichs- und Mehrbereichsöle.

Ein Einbereichsöl hat nur einen Viskositätsindex; daher war es notwendig früher 2 x im Jahr zu wechseln z.B. SAE 30 im Winter und SAE 40, das etwas dickere Oel, im Sommer.

Die Einbereichsöle können legiert oder unlegiert sein.

Ein unlegiertes Einbereichsöl eignet sich vor allem für Vorkriegsmotoren ohne einen "korrekten Oelfilter", Motorräder bis Ende der 50'er Jahre oder Motoren die nicht überholt wurden. Diese reinigungsfreien Oele verringern das Risiko der Schlammablagerung im Verbrennungsraum. Der über die Betriebsjahre festgesessene Schlamm in den Motoren wird nicht aufgeweicht und abgelöst, was sonst bis hin zu einer verstopften Oelbohrung und somit bis zu einem Motorschaden führen könnte.
Ein legiertes Einbereichsöl ist besonders auf die Motoren der Vorkriegszeit, die inzwischen überholt wurden und einen Stoff- oder Papierölfilter besitzen, geeignet. Die hohe Qualität der Legierung garantiert optimale Schmierung bei verbesserten
Oeldruck sowie geringeren Oelverbrauch. Sie gewähren einen hohen Korrosions-, Kondensations- und Verschleissschutz und bewahren vor Schlammbildung durch reinigende Wirkung.

Mehrbereichsöle

Merbereichsöle kamen Ende der 50'er Jahre auf den Markt und leiteten so ein neues Zeitalter der Schmierung ein. Sie überdecken mehrere Viskositätsklassen. Ihre Zähflüssigkeit ist über einen grossen Temperaturbereich unabhängig von Jahreszeit und Aussentemperatur nahezu konstant. Daraus ergib sich ein besseres Kaltstartverhalten und bei hohen Temperaturen wird das Oel nicht zu dünn. Diese meist mineralischen Mehrbereichsöle eignen sich vor allem für Fahrzeuge der 60'er und 70'er Jahre oder auch der 50'er Jahre die überholt wurden und mit einem Papierölfilter ausgestattet sind. Moderne Mehrbereichsöle wie z.B. 10/40 oder 5/w 30, Teil- oder Vollsynthetisch, die man heute in den meisten Do-it-Yourself Shops kaufen kann, sind absolut nicht geeignet und haben über kurz oder langfristig Schäden an Motorbauteilen und
Lagern zur Folge.

Warum?

Da sie nur auf die Bedürfnisse der heutigen Motorengeneration gebaut sind. Der Kolben geht immer noch auf und ab wie vor über hundert Jahren. Jedoch hat man heute viel resistentere Materialien für Kolben, Kolbenringe, Zylinder usw. Die Verbrennung verursacht heute nur noch einen Bruchteil der Verrussung verglichen mit einem Oldtimer Motor.
Der Kaltstart eines Oldtimermotors benötigt um ein vielfach fetteres Gemisch und wäscht somit die Zylinderwände viel mehr ab, was auch eine grössere Oelverdünnung ergibt. Die Betriebstemperatur der heutigen Motoren liegt bis über 20 Grad Celsius höher und somit arbeitet das Oel in einem ganz anderen Temperaturbereich. Andere Materialien ermöglichen heute auch viel kleinere Bauteiletoleranzen als früher. Die Liste könnte noch beliebig länger gemacht werden. Wichtig ist jedoch, dass sie mit dem richtigen Oldtimeröl des leben Ihres Oldtimermotors beachtlich verlängern können und somit viel Geld einsparen, das sonst für frühzeitige Reparaturen um ein Vielfaches ausgegeben würde. Ausserdem steigert es den Oeldruck und reduziert den Oelverbrauch was letztlich auch eine Kosteneinsparung ergibt. Durch die Erfahrung von Millers Oils seit 1887 ist es diesem Hersteller möglich, bestgeeignete Oele auf die damals bautechnischen Motormaterialien abzustimmen, da sie während der ganzen Zeit der Fahrzeugentwicklung als Oelhersteller tätig waren. Allgemein gilt es immer, vorab auch die Herstellervorschriften zu beachten.

Viskosität

Viskosität ist ein Index für die Zähflüssigkeit des Oels und wird z.B. mit SAE 20/W50 angegeben. Die Viskositätsangabe ist kein Qualitätsmerkmal! Die Qualität eines Oels wir unter API (amerikanische Norm) oder ACEA (Europäische, strengere Norm) angegeben.

Warum ist ein Ölwechsel nötig?

Motorenöle

Die guten Eigenschaften eines neuwertigen Öls vermindern sich einerseits mit zunehmendem Alter (Zeitfaktor) und andererseits mit jedem zurückgelegten Kilometer (Verschleissfaktor).Kondenswasserbildung durch die Temperatur-Schwankungen im Motor, Ölverdünnung durch Benzinkondensat, Sauerstoffoxidation, Druck- und Scherbelastungen usw. erschweren es dem Öl, seine Aufgaben zuverlässig zu erfüllen und Schäden an Bauteilen und Lagern zu verhindern. Aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, das Öl und den Ölfilter einmal im Jahr oder bei Erreichen der vorgeschriebenen Anzahl Kilometer zu wechseln.

Auch wenn das Fahrzeug wenig oder nicht bewegt wird und in einer "trockenen" Garage steht, vermindert sich die Qualität des Öls. Durch die Feuchtigkeit und den Sauerstoff, die in unserer Atmungsluft immer vorhanden sind, findet eine so genannte Alterung (Oxidation) statt. Diese reduziert die chemische Stabilität und die Korrosionsschutz-Eigenschaften des Öls.

Getriebe-, Achs- und Automatenöle

Der Alterungsprozess dieser Öle verläuft ähnlich dem eines Motorenöls. Die Verschmutzung durch chemische Reaktionen ist wesentlich geringer, dafür sorgen aber die extrem hohen Zahnflankendrücke, die zwischen den Zahnrädern entstehen (Scherkraft), für einen starken Leistungsabbau dieser Öle. Deshalb wird hier ein Getriebeölwechsel alle 3 - 4 Jahre empfohlen. Bei Getrieben mit Overdrive empfiehlt sich, wegen dem zusätzlichen Abrieb der Overdrive-Kupplung, ein zusätzlicher Overdrive-Filterwechsel oder Reinigung.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ölwechsel?

Der optimale Zeitpunkt zum Ölwechsel bei Oldtimerfahrzeugen ist vor dem Überwintern des Fahrzeugs, also gegen Ende des Herbstes.

Es gibt mehrere Gründe die dafür sprechen:

  • Neues Öl schützt den Motor besser vor innerer Korrosion
  • Das neue Öl enthält weniger Kondenswasser
  • Durch die noch voll intakten Antioxidanten ist die Alterung des ungebrauchten Öls wesentlich geringer.
  • Gebrauchtes Öl ist stark mit Benzinrückständen durchsetzt. Dabei entstehen Säuren, welche für schädliche Reaktionen an den Motorenbauteilen verantwortlich sind.

Fazit: Wer seinen Motor langfristig schützen will, ersetzt das Öl am Ende der Fahrsaison. Die Sommerkleider werden ja auch nicht schmutzig über den Winter eingelagert.

Wie viele Kilometer bis zum nächsten Ölwechsel?

Bei den meisten Fahrzeugen aus den 30'er bis 50'er Jahren wurde vom Hersteller vorgeschrieben, zwischen 1'600 bis 2'400 Kilometer oder 1'000 bis 1'500 Meilen das Fahrzeug zu warten. Ab den 60'er Jahren, vor allem dank den damals aufgekommenen Mehrbereichsölen, wurden die Intervalle bis auf 5'000 Kilometer oder 3'000 Meilen erhöht. Ab Ende der 70'er Jahre kamen die ersten Fahrzeuge mit bis zu 10'000 km-Ölwechselintervall.

Jedoch schon damals, wie auch noch heute wird von den meisten Fahrzeugherstellern verlangt, dass im Minimum einmal im Jahr das Öl und der Ölfilter gewechselt wird, unabhängig davon, ob die maximale Anzahl Kilometer erreicht wurde oder nicht.